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Geboren wurde Anneliese
Kniß in der "Schneid
in Suhl im Thüringer Wald". Ihre
Lebenserinnerungen, besonders die an die Kindheit und Jugend hat
sie in einem liebenswerten Büchlein erzählt, es heißt
"Schillings Anneliese erzählt aus ihrem Leben".
Das ganze Leben der Künstlerin ist erfüllt von
schönen alten Motiven, die sie überwiegend mit dem Stift
festhielt. Auch zahlreiche Grötzinger Bilder entstanden, sind
sehr überzeugend gelungen und fanden weite Verbreitung.
Selbst auf Geschäftsreisen, auf denen sie Ihren
Mann begleitete, fand sie Zeit zum Malen.
Als Frau Kniss
1971 das herunter gekommene Schloss zeichnete hat sie sich
sicher nicht vorstellen können, dass sie jemals darin ein Zimmer
mit freiem Blick auf Kirche und Kirchturm bewohnen würde.
Vom
14.10. bis 04.11.2012 wurden in den Räumen der Heimatfreunde
Werke der Künstlerin Anneliese
Kniss ausgestellt
Neben schwarz-weißen Federzeichnungen wurden detailgetreue
Aquarelle von Schmetterlingen, Käfern und Raupen dargestellt.
Für manchen überraschend konnte man hier den alltägliche Umgang
mit Kunst betrachten. Kunst und Alltag waren für sie untrennbar.
So hat sie selbst für ihre Stickereien eigene Entwürfe
ausgearbeitet und die Kissen, Tischdecken und Wandbehänge danach
gefertigt.
Ihre Sichtweise entsprach nicht immer dem herkömmlichen Muster.
Es ist wohl dem Humor der Künstlerin zuzusprechen, dass sie Kühe
im Stall stehend, allerdings nur von hinten gesehen, gezeichnet
hat. (Text: EB 2012) |
Augustenburg, Schloßruine vor der
Restaurierung

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